BernKurier

Redaktion

Wer hier schreibt, und warum

Der Bern Kurier ist eine kleine Redaktion in der Bundesstadt. Wir berichten über Entscheide, die in Bern fallen, und über die Folgen in den Quartieren. Sieben Personen, fünf Ressorts, keine Redaktion in einer anderen Stadt.

Stillleben mit Schreibmaschine, Telefonhörer und Notizbuch auf einem Redaktionstisch
Redaktionstisch, Bundesplatz. Die Schreibmaschine ist ein Requisit, die Notizbücher sind es nicht.

Die Redaktion

Die Redaktion sitzt am Bundesplatz, im dritten Stock eines Hauses, das früher eine Buchhandlung beherbergte. Von den Fenstern sieht man die Treppe zum Bundeshaus und an Sitzungstagen die Fernsehteams, die auf Bundesräte warten.

Gegründet wurde der Kurier 2019 von drei Journalistinnen, die über die Stadt berichten wollten, ohne den Umweg über eine Bundesredaktion in Zürich. Heute arbeiten sieben Personen fest im Team, dazu kommen zwei freie Fotografinnen und ein Datenjournalist auf Abruf. Niemand schreibt über ein Ressort, ohne die dazugehörigen Dokumente zu lesen.

RessortZuschnittHintergrund
BundeshausSessionen, Kommissionen, VorstösseSeit 2019 in der Bundeshausberichterstattung.
VerwaltungVernehmlassungen, Weisungen, StellenpläneFrüher in einer Gemeindeverwaltung, jetzt auf der anderen Seite des Tischs.
WohnenMieten, Bauen, QuartiereSchreibt über Baubewilligungen, seit die Mieten in Bern zu steigen begannen.
HochschulenUni, PH, BFHHat selbst in Bern studiert und danach fünf Jahre an einer Fachhochschule unterrichtet.
AareFluss, Ufer, KlimaKommt aus der Hydrologie und liest Pegelstände lieber als Pressemitteilungen.

Arbeitsweise

Jeder Artikel beruht auf mindestens zwei Quellen, davon eine amtlich: ein Protokoll, eine Botschaft, eine Publikation im Amtsblatt oder eine Auskunft, die wir schriftlich haben. Wo das nicht möglich ist, steht im Text, worauf sich die Angabe stützt.

Wir trennen Nachricht und Einordnung. Ein Bericht über eine Kommissionssitzung sagt, was beschlossen wurde und was offen bleibt. Die Einordnung steht in der Rubrik Feldnotizen und ist als solche gekennzeichnet. Prognosen vermeiden wir, ausser sie stammen von Fachstellen, die wir nennen.

Bei Zahlen verwenden wir die amtliche Erhebung und schreiben das Jahr dazu. Wenn zwei Ämter unterschiedliche Werte publizieren, nennen wir beide und erklären die Differenz, statt einen Mittelwert zu bilden.

Finanzierung

Der Kurier finanziert sich über Abonnements und Beiträge einer Medienförderstiftung. Inserate von Amtsstellen, Parteien und Bauunternehmen nehmen wir nicht an. Diese Regel steht seit der Gründung im Impressum und gilt auch für Native Advertising, das wir nicht anbieten.

Reisen zu Pressekonferenzen ausserhalb der Stadt zahlen wir selbst. Einladungen zu Anlässen nehmen wir an, wenn sie der Recherche dienen, und erwähnen sie im Text nicht als Gefälligkeit.

Korrekturen

Fehler korrigieren wir am Fuss des Artikels, mit Datum und einer kurzen Beschreibung der Änderung. Der ursprüngliche Wortlaut bleibt in der Redaktionsablage erhalten. Wenn ein Fehler die Aussage eines Artikels verändert, erscheint zusätzlich eine Notiz auf der Titelseite.

Für Gegendarstellungen gilt das Berner Pressegesetz: Betroffene können eine gleichwertige Darstellung verlangen, wenn sie Tatsachen bestreiten, die geeignet sind, sie herabzusetzen. Wir setzen solche Ansprüche zügig um.

Bilder

Alle Stillleben auf dieser Seite entstehen im Auftrag der Redaktion. Wir zeigen Gegenstände statt Menschen, weil auf einem Tisch mit Akten und Stempeln mehr über eine Entscheidung steht als auf den meisten Pressefotos. Auf Stockbilder verzichten wir.

Die Texte sind auf Deutsch mit Schweizer Rechtschreibung verfasst. Es gibt kein Eszett, dafür Zahlen mit Apostroph: 1'820 Franken, 145'100 Einwohner.

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